made / müde in Germany

"made in Germany", nach dem Ersten Weltkrieg ein abwertend gemeintes Attribut, das im internationalen Warenverkehr von England eingesetzt wurde. Schon nach kurzer Zeit hatte sich "made in Germany" als Prädikat deutscher Wertarbeit herauskristallisiert. Dieses Ansehen deutscher Schaffenskraft gilt bis heute. Qualitätsarbeit "made in Germany" das bedeutet die Einhaltung von DIN-Vorschriften, von Qualitätskriterien und Materialanforderungen. Es bedeutet Arbeitsstandards und den Einsatz von "Primärtugenden": Qualität, Fleiss, Pünktlichkeit.

Dies alles haben wir für selbstverständlich erachtet bis zu dem Moment, als Oskar Lafontaine das Bonmot prägte, besser gesagt: die Ungeheuerlichkeit formulierte: "mit den Tugenden Pflichtbewusstsein und Disziplin könnte man auch ein KZ führen". Wohlgemerkt: er wollte damit einen Parteifreund kritisieren, der über eben diese Eigenschaften verfügte.  Diese Denkungsart hat u.a. zur Folge, dass solche Tugenden heute eher verpönt sind. Wir Deutschen machen lieber Schulden (2 Billionen Euro) bekommen wenig Kinder, erziehen diese schlecht und jammern über die Zukunft. Staatsverschuldung und Geburtenrückgang werden als unabwendbar akzeptiert.  "made in Germany" - das war früher unser starkes Zeichen. "müde in Germany" - das ist heute unsere Losung.  Wir schwächeln und wir resignieren vor unseren Problemen. Dieses Buch zeigt Lösungswege auf.          

Der Autor kommt zu der überraschenden Feststellung: wenn seine Vorschläge umgesetzt würden, wären wir in einem viertel Jahrhundert ein blühendes Gemeinwesen mit vielen Kindern und schuldenfrei. Das Buch ist im Januar 2009 erschienen und kann auf Wunsch in der Kanzlei des Autors handsigniert werden.